Buzzerbeater Extrem

- 12.03.2026
- Von: Jonas Lattki
Am vergangenen Sonntag stand für uns nach einer kurzen Pause das nächste Spiel an. Unser Gegner war die Mannschaft des Lübecker SV Gut Heil. Aufgrund des Hinspiels, welches wir deutlich gewonnen hatten und der aktuellen Tabellensituation, gingen wir als Favoriten in diese Partie. In dieser Liga hieß das aber gar nix, wie viele Mannschaften schon feststellen mussten.
Nach einem nervösen Anfang, in der uns die Tore fehlten, nahm das Spiel kurz darauf aber Fahrt auf. Nach dem ersten Führungstreffer von Lübeck, ließ unsere Antwort nicht lange auf sich warten und wir schalteten einen Gang höher. Dies brachte einen schnellen 4:0 Lauf mit sich und wir machten schnell klar, wo die Punkte heute hingehen sollten. In den nächsten Minuten arbeiteten wir daran, dass der Spielstand weiter zu unseren Gunsten ansteigen sollte. Bis zur 22. Minute konnten wir uns bereits mit 14:8 absetzen und es lief alles nach Plan. In der Folge ging es im Gleichschritt weiter. Beim Stand von 17:12 hat Melo kurz vor der Halbzeit nochmal eine Auszeit genommen um den letzten Angriff zu besprechen, damit wir mit einem komfortablen Vorsprung in die Kabine gehen konnten. Leider wurden wir schnell auf den Boden der Tatsachen geholt und mussten am eigenen Leib spüren, wie schnell der Plan nach hinten los gehen kann. Wir haben nach zwei absolut katastrophalen Fehlern, die Lübecker zu schnellen Toren eingeladen. Statt komfortabel und zufrieden in die Kabine zu gehen, hingen die Köpfe und Frust machte sich breit. Zwar führten wir noch mit 17:14 aber jeder wusste, dass er eben Mist gebaut hatte.
Melo war mehr als bedient und musste uns wieder ordentlich wach rütteln. Man merkte wie schwer es ihm fiel ruhig zu bleiben, weil es einfach unnötig war, was wir in der letzten Minute gemacht haben.
Wir konnten es besser und wollten es auch wieder zeigen. Ein schneller Aufschwung, nach dem Wideranpfiff sorgte dafür, dass wir auf 19:14 erhöhen konnten. Doch der Knoten sollte nicht platzen, sondern sich immer enger zusammenschnüren. Wir schwächten uns durch zwei Zeitstrafen und luden Lübeck ein, sich wieder in Spiel zu kämpfen. Dieses Geschenk nahmen sie auch dankend an. In der 38.Minute stand es 20:19 und dieses Spiel entwickelte sich zum Kampf. Wir waren nicht mehr in der Spur. Die Lockerheit im Angriff war weg und unsere Abwehr ein großer Ausfall. In der 45.Minute folgte dementsprechend das 23:23 und Melo musste kurzerhand mit der Auszeit reagieren. Das er keineswegs begeistert war, ist an dieser Stelle wohl nicht in Frage zu stellen. Es stand quasi wieder 0:0 und die Partie begann von vorne. Bis zur 50. Minute änderte sich beim 26:26 allerdings nichts. Lübeck konnte aber nicht in Führung gehen und so nutzten wir die offene Tür. Bis zur 53. Minute konnten wir auf 29:26 erhöhen und zwangen Lübeck zur Auszeit.
Es sollte aber auch danach ein enges Spiel bleiben. Lübeck setzte immer wieder Nadelstiche, mit denen wir unfassbar schwere Probleme hatten. In der 57. Minute 31:30 und in der 58. Minute 32:31
80 Sekunden vor dem Ende erhöhten wir nochmal auf 33:31 und mussten es eigentlich nur noch clever verwalten. Allerdings stellten wir uns nicht besonders gut an beim verwalten. 34 Sekunden vor dem Ende gelang Lübeck der Anschlusstreffer zum 33:32. Unser folgender Angriff konnte vom Gegnerischen Torhüter pariert werden und Lübeck glich im Gegenzug 12 Sekunden vor dem Ende zum 33:33 aus. Mit einer schnellen Mitte und dem Zeitdruck im Nacken, schafften wir es Lieven in Wurfposition zu bringen. Er fasste sich ein Herz und verwandelte den Ball im Tor. Das war bereits der dritte Buzzerbeater in dieser Saison, der uns Punkte beschert hat. Warum uns das Spiel über die Dauer so entglitten konnte, werden wir in den kommenden Trainingseinheiten analysieren.
Wir freuen uns dennoch riesig über die Punkte und nehmen auch einen nicht so glamourösen Sieg mit.
Wir bedanken uns bei unseren treuen mitgereisten Fans für die tatkräftige Unterstützung und freuen uns euch in unserem nächsten Spiel wieder willkommen zu heißen.
Eure Zebras
