Viel Kampf, Moral und doch am Ende die Trauer

- 23.09.2026
- Von: Thorben Büsching
Am vergangenen Sonntag ging es für uns, zu unseren alt
bekannten Gegnern aus Bargteheide. Diese Partie gab es in
den letzten Jahren mehr als genügend und sie waren immer
sehr körperlich anstrengend und von viel Härte geprägt. Dazu
muss man aber sagen, dass es nach den Spielen immer sehr
herzlich wieder zu geht und man sich sehr sympathisch ist.
Chapeau an dieser Stelle von uns nach Bargteheide.
Unsere Anwurfzeit war um 19 Uhr auf einem Sonntagabend,
ob das im Amateurhandball und unserer Liga wirklich sein
muss, wage ich mal zu bezweifeln. Ändern konnten wir es
aber dennoch leider nicht. Es wäre allerdings auch zu einfach,
wenn nur das späte Spiel ein Problem von uns gewesen wäre.
Wer uns auch schon in der alten Spielzeit verfolgt hat, kann
sich vorstellen, welches Problem sich noch ergeben hat. Ganz
genau. Wir waren an diesem Abend nur 8 Leutchen plus Melo,
der ja eigentlich sein Karriereende als Spieler angekündigt
hatte. Da er aber ein alter Hase ist und weiß wie Handball
manchmal laufen kann, hat er sich sein Trikot und die Schuhe
einfach nur zur Sicherheit eingepackt, uns aber in der Kabine
nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er mit
seinem Comeback nicht wieder starten möchte.
Mit einer Rumpftruppe, beim Aufstiegskandidaten aus
Bargteheide, die eine volle Bank hatten, um 19 Uhr auf einem
Sonntagabend. Die Zeichen konnten wir nicht identifizieren,
aber Melo schwor uns ein und appellierte an uns, dass egal
wie viele Spieler bei den Gegnern sind, auch dort nur 7 Stück
auf der Platte stehen und das Spiel gestalten müssen.
Ein kleiner Druck ging durch die Mannschaft und wir taten uns
schwer in den ersten Minuten. Dies brachte einen schnellen
0:2 Rückstand mit sich, der sich bis zur 7. Minute auf 2:4
erhöht bzw. gehalten hatte. Als hätten wir nicht schon mehr
als genug Sorgen, kam die nächste Hiobsbotschaft. Bei einer
Abwehraktion von Lieven und dem Gegner aus Bargteheide,
kam es zu einem sehr unglücklichen Zusammenstoß, der
unserem Lieven einen Cut in der Unterlippe verpasste. Da er
so stark blutete und wir das auch nicht so schnell in den Griff
bekommen hatten, war für Lieven die Begegnung beendet. Als
wenn Melo es gerochen hätte, kam er so,, deutlich schneller
zu seinem Comeback, als ihm lieb war. Damit standen mehr
oder weniger 3 Dinge fest. Noch mehr zusammen rücken,
Kräfte einteilen und so ziemlich jeder musste durchspielen.
Also nahmen wir uns dem Spiel an und fanden allmählich in
die Partie. Wir waren auf Augenhöhe mit unseren Gegnern
und konnten das Spiel sehr ausgeglichen halten. Kurz bevor
es in die Halbzeit ging, kam der nächste Schock. Kelvin wurde
ebenfalls abgeräumt, blutete ebenfalls und bekam eine schön
angeschwollene Wange. Zu unserem Glück ging es für Kelvin
aber nach kurzer Zeit weiter, sodass wir keinen weiteren
Ausfall zu beklagen hatten. Den Schiedsrichter, hatten wir an
diesem Abend nicht auf unserer Seite. Mit einigen sehr
Fragwürdigen Entscheidungen, die wir nicht verstanden,
machte auch er uns das Leben nicht leichter. Das wir nach so
einer turbulenten Hälfte mit einem Vorsprung von 15:14 in die
Kabine gingen, realisierten wir nicht mal so recht.
Was gab es dort für Melo zu sagen….. Nicht viel, außer
weitermachen und Bargteheide so lange es geht stand zu
halten.
Die 2.te Halbzeit begann relativ harmlos, sollte aber noch ein
heißes Pflaster werden. Bis zur 52. Minute war alles im Soll.
Wir machten ein Tor und Bargteheide ebenfalls. Machten wir
kein Tor, machte Bargteheide auch kein Tor. So führten wir
zum jetzigen Zeitpunkt immer noch mit 21:20. Allerdings ging
es jetzt mehr und mehr an die Reserven. Wir waren einfach
kaputt und versuchten über die Moral das Spiel irgendwie über
die Bühne zu bringen. In der 56. Minute stand es 22:22. Wir
konnten unseren Vorsprung nicht mehr halten und mussten
Bargteheide leider ausgleichen lassen. Danach war das Spiel
nur noch ein Kampf. Die Angriffe brachten keinen Ball mehr
unter und die Torhüter auf beiden Seiten hielten alles weg von
ihrem Kasten. Zuvor die Woche konnten wir in Glinde auch
nichts mehr reißen in den letzten 5 Minuten. Dort schafften wir
es aber noch einen Punkt mitzunehmen. Sollte wir das heute
wiederholen können?? Die letzte Minute brach an. Wir waren
auf dem Weg nach vorne und wollten den letzten Angriff ruhig
ausspielen. Irgendwie ein Tor machen und zumindestens
wieder den Punkt mitnehmen. Leider schafften wir es aber
nicht und scheiterten. Bargteheide nahm kurz vor Ende die
Auszeit um ihre letzten 10 Sekunden sinnvoll zu nutzen und
uns den Gnadenstoß zu verpassen. Wir stellten auf eine
etwas offensivere Deckung um, damit sie nicht zum Torerfolg
kamen. Leider konnten wir den Durchbruch aber nicht
verhindern und Gerry wurde getunnelt. Das wars jetzt. Doch
das Spiel war noch nicht vorbei. Das Kampfgericht hatte
vergessen die Uhr wieder zu betätigen und es gab eine
Riesen Unruhe. Nach kurzer Absprache des Schiedsrichters
mit dem Kampfgericht, wurde der Angriff nochmal
zurückgesetzt und Bargteheide musste nochmal von vorne
anfangen um das Tor in 10 Sekunden zu machen. Für uns
ergab sich eine zweite Chance, doch noch irgendwie einen
Punkt mitzunehmen. Der erneute Wideranpfiff folgte und wir
verteidigten was wir noch konnten. Am Ende kam der Ball zum
Gegnerischen Kreisläufer und der machte 3 Sekunden vor
dem Ende das Tor. Dieser Treffer tat unglaublich weh und wir
mussten uns am Ende ganz bitter mit 22:23 geschlagen
geben.
Eine Wahnsinnleistung der Mannschaft, trotz so vieler
Strapazen und Ausfälle. Kampf und Moral bis zum bitteren
Ende gezeigt. Nur leider nicht belohnt worden. Glückwunsch
nach Bargteheide zum Sieg. Dieses Spiel stand einfach 60
Minuten lang auf Messers Schneide.
Vielen Dank an dieser Stelle natürlich an unsere mitgereisten
Fans, die uns wieder tatkräftig unterstützt und gepusht haben.
Torschützen des Spiels: Tony (11), Melo (4), Kelvin und
Steven (je 2), Lieven, Mattes und Lion (je 1), Jannis durfte sich
nicht eintragen und Gerry hat alles gegeben den Kasten von
den Bällen sauber zu halten.
Eure Zebras
#GemeinsamWir



